Mercer Holz beginnt langfristiges Gemeinschaftsprojekt für unsere Wälder

Die Initiative Unsere Wälder gestalten – Zukunft schaffen der Holzeinkaufsorganisation von Mercer will Waldbesitzer unterstützen und unsere Wälder erhalten 

Mercer Holz, die Holz-Einkaufsorganisation von Mercer International in Deutschland, startete in diesem Jahr ihre langjährig angelegte Initiative Unsere Wälder gestalten – Zukunft schaffen zur Unterstützung der deutschen Waldbesitzer. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam ihre Wälder zu erhalten und die Forstwirtschaft zu bewahren.

Mercer wird den in den nächsten Jahren teilnehmenden Waldbesitzern in Deutschland eine sorgfältige Auswahl an Forstpflanzen zur Wiederaufforstung ihrer Wälder zur Verfügung stellen. Das Programm Unsere Wälder gestalten – Zukunft schaffen ist ein Schritt zur Erneuerung und Regeneration der Wälder, die in den letzten Jahren durch den Borkenkäfer oder andere Naturereignisse geschädigt worden sind. 

Doch der Mercer Holz geht es um mehr: Mit der Initiative Unsere Wälder gestalten – Zukunft schaffen möchte das Unternehmen das Bewusstsein dafür schärfen, dass die mit der Durchforstung einhergehende Holznutzung neben der Gewinnung von nachwachsenden Rohstoffen für die Herstellung von Gütern des täglichen Bedarfs auch die Wälder stabilisiert, gegen die Folgen des beispielsweise Klimawandels. Mercer Holz möchte aufzeigen, in welcher Situation sich die deutschen Wälder momentan befinden und die positiven Effekte der nachhaltigen Nutzung der Ressource Holz herausstellen. 

Für Martin Stöhr, Geschäftsführer von Mercer Holz, ist die Erhaltung der Wälder für künftige Generationen eine Herzensangelegenheit: “Es besteht dringender Handlungsbedarf beim Umbau unserer Wälder. Förster und Waldbesitzer betreiben schon seit Jahrzehnten erfolgreich einen Waldumbau hin zu mehr Mischwald, doch der Klimawandel holt uns ein. Wir stehen momentan an einer Schwelle, an der es beinahe zu spät ist, um die Langlebigkeit und Gesundheit unserer Wälder für zukünftige Generationen zu bewahren. Das sehe ich als eine gemeinsame Verantwortung. Wir, die wir von den vielfältigen Leistungen unserer Wälder profitieren, sind in der Pflicht, zusammenzuarbeiten und anpassungsfähige Wälder zu erhalten. Wie die Nutzung letztlich aussehen wird, werden die zukünftigen Generationen bestimmen, aber wir müssen ihnen eine Vielfalt an Optionen bewahren.”  

Die Neugestaltung der deutschen Wälder ist für Stöhr unausweichlich. Die globale Erwärmung hat zu präzedenzlosen Wetterereignissen geführt. Überschwemmungen, Dürren und der Borkenkäfer haben die deutschen Wälder in den letzten Jahren großem Stress ausgesetzt. Seit 2018 sind mehr als 300.000 Hektar Wald kahl gefallen – und diese Zahl wächst besorgniserregend. Der Klimawandel vollzieht sich schneller, als sich Wälder natürlich anpassen können. Diejenigen, die sich für das Überleben der Wälder zur Erhaltung der Forstwirtschaft einsetzen, sehen die Notwendigkeit, die heutige Wald- und Forstbewirtschaftung zu überdenken, um die Wälder der Zukunft zu schützen. 

Niemand aus der Wissenschaft kann derzeit vorhersehen, wie die Wälder in fünfzig oder hundert Jahren aussehen werden. Es ist unmöglich zu sagen, welcher Weg in Zukunft der beste Weg sein wird. Der Klimawandel, per Definition, weist auf noch nie dagewesene Veränderungen hin, für die wir keine zuverlässigen Modelle haben. Stöhr, selbst Förster, spricht von der Hilflosigkeit einiger Waldbesitzer beim Anblick ihrer geschädigten Wälder. Viele dieser Waldbesitzer sind zutiefst verunsichert, welche Bäume sie pflanzen sollen. Schließlich legen sie mit der Entscheidung für eine oder mehrere Baumarten die Grundlagen für die Stabilität der sich daraus entwickelnden Wälder der Zukunft. 

Stöhr betont, dass es wichtig ist, offen zu sein für verschiedene Herangehensweisen: Es gibt keine Patentlösung, um den Wald zu gestalten. Die örtlichen Erfahrungen und die Empfehlungen der Wissenschaftler sind zu berücksichtigen.  

Im Einklang mit den neuen Richtlinien der Europäischen Kommission zu Baumpflanzaktionen zur Wiederaufforstung werden dies Setzlinge verschiedener Baumarten sein. Der Großteil der deutschen Wälder besteht derzeit hauptsächlich aus Fichten, und diese Monokulturen sind im Gegensatz zu Mischwäldern anfälliger für Krankheitserreger und Schädlinge. Zudem weisen Monokulturen eine geringere Widerstandsfähigkeit gegen unerwartete Wetterereignisse und negative Folgen des Klimawandels auf. Die Forstpflanzen, die den Waldbesitzer von Mercer Holz angeboten werden, sind Setzlinge unterschiedlicher Baumarten, um die biologische Vielfalt des Ökosystems Wald zu erhöhen und deren Widerstandsfähigkeit und Resistenz gegen Krankheitserreger zu verbessern. 

Die Zukunft wird zeigen, wie sich die unterschiedlichen Baumarten entwickeln werden. Die Einführung neuer Baumarten, die bisher noch nicht in Deutschland heimisch waren, sollte laut Stöhr kein Ausschlusskriterium sein. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten insgesamt darauf hin, dass Mischwälder besser mit Wetterextremen umgehen können. Dies ist die einzige Erkenntnis, die momentan sicher scheint.  

Für die Herbstpflanzung 2023 wurde das Budget an Pflanzen komplett ausgeschöpft. Die ersten Waldbesitzer werden ihre Flächen mit Unterstützung von Mercer Holz neu gestalten und somit Zukunft schaffen. 

 


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