Luft und Wasser

Luft und Wasser

Verantwortungsvolles Ressourcenmanagement

Wir wollen bei Mercer zu einer saubereren Wirtschaft und damit zu einer gesünderen Umwelt beitragen. Dafür tun wir einiges. Ein eigenes Team aus Biologen, Umweltwissenschaftlern, Hydrologen und Wassermanagern ist nur damit beschäftigt, unseren Umgang mit Ressourcen zu überwachen, zu bewerten und zu optimieren. Jeden Tag.

Wir haben uns selbst strenge Richtlinien und Zielsetzungen vorgegeben. Nicht nur, um den verschiedensten Zertifizierungen und Akkreditierungen standzuhalten, sondern vor allem, um uns ganz objektiv an unseren ambitionierten Zielen messen zu lassen. Denn Mercer meint es ernst mit einem verantwortungsvollen Einsatz aller Ressourcen.

Schützen der Luftqualität

Um die Luftemissionen durch unsere Werke weiter zu minimieren, setzen wir einerseits auf modernste Filter- und Reinigungstechnik und andererseits auf eine kontinuierliche Verbesserung unserer Verfahren. Dazu gehören technische Verbrennungsregelung und Abluftreinigungsanlagen. Darüber hinaus setzen wir moderne Rauchgasfilter ein, mit denen wir Feinstaub wirksam aus den Rauchgasen entfernen. Wertvolle Minerale werden in den Prozess zurückgeführt und wiederverwendet. Durch eine konsequente Abluftreinigung mithilfe von Anlagen, die über einen extrem hohen Wirkungsgrad verfügen, werden Emissionen auf ein Minimum reduziert. Erhebliche Investitionen in eine einwandfreie Luftqualität rund um unsere Werke. 

Sie interessieren sich für konkrete Zahlen? Hier finden Sie detaillierte Daten:

Luftemissionen von Mercer – SO2

Luftemissionen von Mercer – Feinstaub

Luftemissionen von Mercer – NOX

 

  • Vermeiden von Geruchsbelästigung

    Dass bei der Zellstoffproduktion unangenehme Gerüche auftreten, lässt sich kaum vermeiden – dass diese in die Umwelt gelangen allerdings schon. Darum setzen wir gleich eine Reihe ineinander greifender Filteranlagen und -prozesse ein, um nicht kondensierbare Gase, die reduzierte Schwefelverbindungen enthalten, aufzufangen. Und so Anwohner im Umfeld unserer Werke so gut wie möglich vor wahrnehmbaren Gerüchen zu bewahren.

    Die mithilfe dieser Anlagen herausgefilterten Gase werden anschließend verbrannt und Teile der darin enthaltenen Verbindungen in den Prozess zurückgeführt. Dadurch kann die Geruchsbeeinträchtigung wirksam vermieden werden. Sollte es dennoch einmal zu unangenehmen Gerüchen im Umfeld unserer Werke kommen, pflegen wir bei Mercer eine schnelle und unkomplizierte Kommunikationskultur mit der örtlichen Verwaltung und den Bürgern. Nach einer entsprechenden Meldung passen wir unsere Verfahren an und beseitigen die Ursache schnellstens.

Verringerung der CO2-Emissionen

Papier- und Druckprodukte machen ein Prozent oder weniger der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen aus. Zwar ist das verglichen mit anderen Branchen nur ein geringer Teil – doch in unseren Augen noch immer zu viel. Darum wollen wir dort, wo wir können, unseren Beitrag leisten zu einer Verringerung der Treibhausgase. Und beginnen damit bei uns selbst. 

Das tun wir nicht nur, indem wir den Energieverbrauch und den Kohlenstoff-Ausstoß unserer Werke kontinuierlich reduzieren. Sondern auch und insbesondere durch unseren unermüdlichen Einsatz für eine nachhaltige Forstwirtschaft:

  • CO2-Ausstoß verringern: Wir arbeiten ständig daran, unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verbessern, indem wir den Verbrauch fossiler Brennstoffe in unseren Werken fortlaufend reduzieren.
  • Benchmarking: Wir vergleichen uns nur mit den Besten. Bei unseren Zielvorgaben orientieren wir uns an den bestmöglichen Vergleichswerten unserer Branche. Um ökologisch immer das derzeit Mögliche in die Tat umzusetzen.
  • Nachhaltige Forstwirtschaft: Nachhaltig bewirtschaftete Wälder, wie wir sie bei Mercer unterstützen, tragen zu einem gesünderen Klima bei, indem sie Kohlenstoff binden und Brandrisiken verringern. So spielen sie eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den fortschreitenden Klimawandel.

Hier finden Sie aktuelle Daten zu den CO2-Emissionen von Mercer:

Treibhausgasemissionen von Mercer – Fossile Brennstoffe

 

  • Nachhaltige Wassernutzung

    Wasser ist unser Lebenselixier und dementsprechend schutzbedürftig. Wasser ist auch eine in großen Mengen benötigte Ressource für die Zellstoffherstellung. Unsere Philosophie lautet daher: Wir wollen Wasser nicht verbrauchen, sondern verwenden! Es soll also in ebenso guter Qualität in die Natur zurück gelangen, wie es von uns entnommen wurde. Das stellen wir mit aufwendiger Technologie und Verantwortungsbewusstsein sicher. 

    Benötigt wird Wasser bei Mercer insbesondere im Prozess der Zellstoffherstellung, für die Kühlung und zur Stromerzeugung. Den Großteil dessen entnehmen wir großen Flüssen wie dem Columbia River und dem Peace River in Kanada sowie der Elbe und der Saale in Deutschland. Bei Bedarf wird zusätzlich gereinigtes Wasser aus Senken genutzt. 

    Anschließend stellen wir sicher, dass das Wasser aufbereitet und mit der entsprechenden Temperatur in seine Quelle zurückgeführt wird. In unserem Werk in Stendal betreiben wir dafür beispielsweise Deutschlands größte industrielle Anlage zur Wasseraufbereitung im Umkehrosmoseverfahren. Dort werden obendrein Chemikalien wie Phosphor entfernt, die durch die Landwirtschaft in das Wasser der Elbe gelangt sind. 

    Wie kontinuierlich wir zudem unseren Wasserbedarf pro Tonne Zellstoff in den letzten Jahren reduzieren konnten, belegen diese Daten:

    Wasserverbrauch bei Mercer

Kühlwasserprozess

Ein Teil des von uns entnommenen Wassers wird zur Kühlung verwendet. Es wird nach der Entnahme wird einer aufwendigen Reinigung unterzogen. Bei dessen Rückführung achten wir penibel darauf, die staatlichen sowie unsere eigenen strengen Grenzwerte für die Wassertemperatur exakt einzuhalten. 

Die benötigte Menge an Kühlwasser konnten wir durch verbesserte Prozesse und Technologien weiter verringern. Genaue Zahlen dazu finden Sie hier: 

Wasserverbrauch von Mercer – Kühlwasser

Abwasserbehandlung

Unsere Strategie zum fortlaufenden Gewässerschutz fußt im Wesentlichen auf zwei Säulen: dem reduzieren unseres Wasserbedarfs auf der einen Seite – und der noch rückstandsärmeren Aufbereitung unseres Abwassers auf der anderen. In beiden Bereichen konnten wir unser bereits hohes Niveau in den letzten Jahren noch weiter steigern. 

Da Wasser im Rahmen der Zellstoff-Produktion als Trägermedium für Zellulosefasern und verschiedene Chemikalien eingesetzt wird, kommt der intensiven Reinigung durch aufwendige technische Verfahren eine besonders große Bedeutung zu. Wir sind stolz, dass wir die Menge an adsorbierbaren organisch gebundenen Halogenen AOX pro Tonne Zellstoff in den letzten drei Jahren um weitere 6 Prozent reduzieren konnten. Unser Werk Mercer Celgar in Kanada konnte in diesem Zeitraum die Menge an AOX sogar um mehr als 10 Prozent herabsetzen. Dort haben wir den Schwerpunkt verstärkt auf die Verfahrensoptimierung gelegt und sind wieder zu einem vierstufigen Bleichverfahren übergegangen.

Die Abwasserbehandlung erfolgt unter anderem in sogenannten Bio-Becken. Darin werden organische Materialien anaerob abgebaut, sodass die Sauerstoffzehrung in den aufnehmenden Gewässern begrenzt wird. Der wichtigste Bestandteil dieses Systems ist eine sorgfältig kultivierte Population mikrobiotischer Organismen, die wir bei Mercer liebevoll als „Bugs“ bezeichnet. Diese Organismen fressen die verbleibenden organischen Elemente sozusagen auf. Um dieses Verfahren zusätzlich zu verbessern, verwenden unsere Zellstoffwerke ein anaerobes System, bei dem Luft und Nährstoffe wie beispielsweise Stickstoff zugeführt werden. Diese tragen dazu bei, die Population der Organismen hoch zu halten und die Reinigungsleistung dementsprechend zu erhöhen.

Nach dem Abbau der organischen Stoffe sterben die kurzlebigen Organismen schließlich ab und werden aus dem System entfernt. Anschließend werden sie in einer Kesselanlage zur Stromerzeugung verbrannt. Unsere modernen Abwasserbehandlungssysteme können chemische, organische und suspendierte Feststoffe weitgehend entfernen. Ein wichtiger Baustein bei unseren Bemühungen für sauberes Wasser.

Wasserverbrauch von Mercer – Behandeltes Abwasser

Abwasser bei Mercer – TSS

Abwasser bei Mercer – TNb

Abwasser bei Mercer – Ptot

Abwasser bei Mercer – BSB

Abwasser bei Mercer – COD

Abwasser bei Mercer – AOX

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