Mercer Stendal reduziert fossile CO2-Emissionen

Das Zellstoffwerk von Mercer investiert 34,6 Millionen Euro in die Umrüstung der Brennstoffversorgung. Die Maßnahme soll die Scope-1-Emissionen des Werks ab 2028 um rund 58.000 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr senken. Die vollständige Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. 

Mercer Stendal, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens Mercer International Inc., rüstet die Brennstoffversorgung des Kalkofens im Zellstoffwerk Arneburg um. Mit einem Gesamtbudget von 34,6 Millionen Euro wird der bisher mit Erdgas betriebene Kalkofen auf Biomasse umgestellt. 

Der Kalkofen ist Teil des chemischen Rückgewinnungskreislaufs in der Zellstoffproduktion. In dem 107 Meter langen Drehrohrofen wird Kalkschlamm bei Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius zu Branntkalk reaktiviert. Der Prozess wurde bislang mit Erdgas betrieben; die Feuerungsleistung beträgt rund 45 Megawatt.

Der Kalkofen verursacht derzeit rund 86 Prozent der fossilen CO₂-Emissionen des Standorts. Durch den Ersatz von Erdgas durch Biomasse erwartet Mercer Stendal eine Reduzierung der fossilen CO₂-Emissionen des Werks um rund 85 Prozent. Dies entspricht nach aktueller Planung einer Verringerung der Scope-1-Emissionen um rund 58.000 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr.

Neben der neuen Brennertechnologie umfasst das Projekt auch Anpassungen an der Rauchgasreinigung. In Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Andritz und SHW werden unter anderem zwei neue Wärmetauscher, ein Gewebefilter sowie ein SCR-Katalysator installiert. Diese Elemente dienen dazu, den Ausstoß von Staub und Stickoxiden (NOx) zu senken. 

Das Projekt erhält eine Förderung in Höhe von 17,2 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.  

Nach Abschluss der Engineering-Phase im Jahr 2025 begannen im April 2026 die Hoch- und Tiefbauarbeiten. Die Montage der Anlagenteile ist ab März 2027 geplant. Ab August 2027 soll die Anlage schrittweise in Betrieb gehen. Ab 2028 rechnet Mercer Stendal damit, den bisherigen Erdgasverbrauch des Kalkofens im Regelbetrieb weitgehend zu ersetzen und dadurch fossilen CO₂-Emissionen zu reduzieren. 

Die Investition unterstützt das globale Unternehmensziel von Mercer International, fossile CO₂-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu senken. Zugleich reduziert die Umstellung den Einsatz fossiler Brennstoffe am Standort und unterstützt die Produktion von Zellstoff mit geringeren Scope-1-Emissionen.

Über Mercer Stendal

Mercer Stendal mit Sitz in der Nähe von Arneburg in Sachsen-Anhalt produziert gebleichten Nadelholz-Kraftzellstoff (NBSK) und erzeugt im Rahmen dieser Produktion Strom. Die jährliche Produktionskapazität beträgt rund 740.000 Tonnen, die Stromerzeugungskapazität rund 148 Megawatt. Mercer Stendal beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter mercerint.com.

Über Mercer International

Mercer International Inc. ist ein weltweit tätiges Forstunternehmen mit Standorten in Deutschland, den USA und Kanada. Die konsolidierte jährliche Produktionskapazität beträgt 2,1 Millionen Tonnen Zellstoff, 960 Millionen Board Feet Schnittholz, 210.000 Kubikmeter CLT, 45.000 Kubikmeter Brettschichtholz, 17 Millionen Paletten und 230.000 Tonnen Biokraftstoffe. Weitere Informationen über das Unternehmen sowie den vollständigen Bericht finden Sie auf der Website unter www.mercerint.com.

Die vorstehenden Ausführungen enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die mit bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten behaftet sind, die dazu führen können, dass unsere tatsächlichen Ergebnisse in zukünftigen Perioden erheblich von den prognostizierten Ergebnissen abweichen. Wörter wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist optimistisch, dass“, „prognostiziert“, „beabsichtigt“, „plant“, „wird“, „glaubt“, „schätzt“, „könnte“, „dürfte“ sowie Variationen dieser Wörter und ähnliche Ausdrücke sollen solche zukunftsgerichteten Aussagen kennzeichnen. Zu den Faktoren, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich abweichen, gehören unter anderem: der stark zyklische Charakter unseres Geschäfts, Rohstoffkosten, unsere Verschuldung, Wettbewerb, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, unser Einsatz von Derivaten, Ausgaben für Investitionsprojekte, Umweltvorschriften und deren Einhaltung, Störungen unserer Produktion, Marktbedingungen sowie andere Risikofaktoren, die von Zeit zu Zeit in unseren SEC-Berichten aufgeführt werden.


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