April 23, 2026 / Alles, Featured, Mercer Rosenthal, Mitarbeiter, Neues zum Unternehmen Wenn man noch nicht genau weiß, wohin die Reise geht Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu – und plötzlich steht eine große Frage im Raum: Wie geht es weiter? Für viele junge Menschen beginnt in diesem Moment eine Phase voller Überlegungen und Unsicherheiten. Ausbildung oder Studium? Technik, Handwerk, Büro oder doch etwas ganz anderes? Und vor allem: Treffe ich überhaupt die richtige Entscheidung? Der Schritt in eine Ausbildung bedeutet oft auch den Sprung in eine völlig neue Welt – neue Menschen, neue Aufgaben, neue Verantwortung. Viele fragen sich, ob sie mithalten können, ob sie sich im Team wohlfühlen werden und ob der gewählte Weg wirklich zu ihnen passt. Diese Gedanken kennen auch Nils Koburger und Florian Krauß. Vor einigen Jahren standen sie genau an diesem Punkt. Heute blicken sie auf eine erfolgreiche Ausbildung bei Mercer Rosenthal zurück und gehören sogar zu den Besten ihres Jahrgangs. Bei der Ehrung der IHK-Landesbesten in Gera wurden beide für ihre herausragenden Prüfungsleistungen ausgezeichnet: Nils Koburger als landesbester Papiertechnologe Thüringens, Florian Krauß als landesbester Elektroniker für Betriebstechnik. Für Nils folgte wenig später noch eine weitere besondere Ehrung: Am 2. Dezember 2025 erhielt er in Gernsbach den Heinrich-August-Schoeller-Bestenpreis des Verbands DIE PAPIERINDUSTRIE – als drittbester Papiertechnologe Deutschlands. Doch der Weg dorthin begann genau dort, wo viele junge Menschen heute stehen: mit einer Entscheidung, bei der noch nicht alles klar war. Der erste Schritt in eine neue Welt Der erste Tag im Unternehmen ist für viele Auszubildende ein besonderer Moment. Alles ist neu: das Werk, die Abläufe und die Menschen, mit denen man künftig zusammenarbeitet. Auch Nils Koburger erinnert sich noch gut an seinen Einstieg bei Mercer Rosenthal. „An meinem ersten Tag wurden wir neuen Azubis von unseren Ausbildern, dem Personalbüro und der Geschäftsführung begrüßt. Ich war überrascht, wie viel Aufwand für uns betrieben wurde – mit Kaffee, Snacks und vor allem Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen.“ Ein persönlicher Empfang, der den Einstieg erleichtert und zeigt, dass neue Auszubildende von Anfang an Teil des Teams sind. Für Florian Krauß war es vor allem die Dimension der Anlage, die Eindruck hinterließ. „Ich war von der Größe und Komplexität des Werkes beeindruckt und habe mich gefragt, ob ich mir jemals merken kann, wo ich überall hin muss, um Probleme zu lösen.“ Diese Gedanken kennen viele, die neu in ein großes Unternehmen kommen. Doch mit der Zeit wird aus Unsicherheit zunehmend Routine. Schritt für Schritt wächst das Vertrauen Während der Ausbildung lernen die Nachwuchskräfte bei Mercer verschiedene Bereiche der Produktion kennen. Gerade am Anfang wirkt vieles komplex, doch genau darin liegt auch der Reiz. „Am Anfang war ich von der Komplexität der Anlagen überwältigt, genau das hat mich aber auch fasziniert“, erzählt Nils Koburger. Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung zum Papiertechnologen ist die sogenannte Faserlinie, der Bereich der Anlage, in dem aus Holz Zellstofffasern hergestellt werden. Auch Florian Krauß sammelte prägende Erfahrungen im technischen Alltag des Werks. „Es war höchst interessant zu sehen, wie ein Frequenzumrichter zur Steuerung von Elektromotoren eingestellt wird und mit dem Leitsystem der Anlage kommuniziert.“ Solche Einblicke zeigen, wie eng Theorie und Praxis in der Ausbildung miteinander verbunden sind. Der Moment, in dem man merkt: Ich kann das Mit der Zeit kommt für viele Auszubildende ein besonderer Moment: der Punkt, an dem sie merken, wie viel sie bereits gelernt haben. Für Nils Koburger war dieser Moment erreicht, als er selbst Verantwortung übernehmen durfte. „Der Moment kam, als ich zum ersten Mal neue Azubis durch die Anlagen geführt habe“, erinnert sich Nils Koburger. „Plötzlich stand ich dort und habe selbst erklärt, wie unser Produktionsprozess funktioniert, da habe ich gemerkt: Jetzt kann ich das wirklich.“ Auch Florian Krauß kennt diese Erfahrung. „Diesen Moment gab es glücklicherweise mehrmals. Manchmal merkt man kurz danach aber auch, dass man doch noch nicht alles kann. Zum Glück gibt es Kollegen, die immer bereit sind zu helfen.“ Gerade diese Mischung aus eigenständigem Arbeiten und Unterstützung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen prägt den Arbeitsalltag. Niemand schafft es allein Dass beide heute zu den Besten ihres Jahrgangs gehören, ist auch ein Ergebnis guter Ausbildung und Unterstützung im Team. Nils Koburger erinnert sich besonders an seinen Ausbilder sowie an die Zusammenarbeit mit seinem späteren Schichtleiter. „Mit ihm konnte ich von Anfang an auf Augenhöhe arbeiten.“ Auch Florian Krauß hebt die Rolle seines Ausbilders hervor. „Er stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite und hat mich auch wieder auf den richtigen Weg gebracht, wenn etwas nicht so gut lief.“ Was beide besonders überrascht hat, ist die Atmosphäre im Unternehmen. „Mich hat überrascht, wie familiär der Umgang in den einzelnen Abteilungen ist.“ Ein Erfolg für die Auszubildenden – und für Mercer Rosenthal Bei der Ehrung der IHK standen nicht nur die Absolventen im Mittelpunkt. Auch Mercer Rosenthal selbst wurde ausgezeichnet: für besondere Verdienste um die Ausbildung sowie die Förderung von Prüfungsbesten in den Berufen Papiertechnologe und Elektroniker für Betriebstechnik. Ein Erfolg, der ohne das Engagement vieler Ausbilderinnen, Ausbilder und Kolleginnen und Kollegen nicht möglich wäre. Und wie geht es weiter? Nach ihrer Ausbildung bleiben beide Mercer Rosenthal weiterhin verbunden. Nils Koburger hat ein Studium begonnen und arbeitet parallel als Werkstudent im Unternehmen. „Mein Ziel ist es, nach dem Studium wieder hier zu arbeiten.“ Florian Krauß möchte sich künftig stärker spezialisieren. „Ich möchte mich künftig stärker auf SPS-, Video- und Telefontechnik spezialisieren.“ Ein Tipp für alle, die gerade überlegen Für junge Menschen, die kurz vor der Entscheidung für eine Ausbildung stehen, haben beide einen einfachen Rat. „Viele können sich nicht vorstellen, wie der Alltag in einer Zellstofffabrik aussieht. Deshalb würde ich empfehlen, beim Bewerbungsgespräch nach einem Rundgang zu fragen“, sagt Nils Koburger. Florian Krauß ergänzt: „Seid neugierig und bringt Eigeninitiative mit – genau das wird hier geschätzt.“