Januar 22, 2026 / Alles, Featured, Innovationen, Mitarbeiter, Nachhaltigkeit, Umwelt Mercer’s CDP „Triple B“: Was das Ergebnis für Stakeholder bedeutet Wichtigste Erkenntnis Mercers CDP-Bewertungen mit der Note „B“ in den Bereichen Klimawandel, Wälder und Wassersicherheit belegen die Reife der Unternehmenssteuerung und eine nachgewiesene Überwachung (Governance). Sie sind jedoch kein alleiniges Maß für die tatsächlichen Auswirkungen auf die Umwelt oder eine Marktführerschaft in der Branche. Auf einen Blick Mercer erhielt im Berichtsjahr 2025 in den Kategorien Klimawandel, Wälder und Wassersicherheit jeweils die Note „B“ (Management-Ebene) vom CDP. Eine „B“-Bewertung zeigt, dass Umweltmanagementsysteme vorhanden sind und entsprechende Maßnahmen umgesetzt sowie dokumentiert wurden. Sie steht jedoch nicht für eine führende Rolle im Markt, die mit einer „A“-Bewertung verbunden ist. Für Investoren und Kunden liegt der Mehrwert in einer besseren Vergleichbarkeit, einer lückenlosen Dokumentation und der gezielten Steuerung wesentlicher Umweltrisiken. Nächste Schritte: Wir arbeiten weiter daran, die Qualität, Beständigkeit und den Nutzen unserer Berichte für Entscheidungen zu verbessern. Parallel dazu verfolgen wir weitere Fortschritte bei anderen ESG-Bewertungen durch unabhängige Dritte. Ein Signal für verantwortungsvolle Steuerung Im Berichtsjahr 2025 wurde Mercer vom CDP auf der Management-Ebene mit der Note „B“ bewertet. Für Stakeholder, die Nachhaltigkeit als Indikator für Risikomanagement und gute Unternehmensführung betrachten, ist dies ein Beleg für robustere Systeme, klare Verantwortlichkeiten und eine fundierte Dokumentation aller Unternehmensangaben. Die Noten des CDP werden oft fälschlicherweise als direktes Maß für den ökologischen Fußabdruck missverstanden. Das sind sie nicht. Das CDP bewertet primär die Qualität der Berichterstattung und den Managementansatz, der im Fragebogen beschrieben wird. Ein „B“ zeigt, dass Kontroll- und Managementsysteme etabliert und durch Fakten belegt sind – es geht also über das bloße Bewusstsein für Risiken hinaus. So funktionieren die Bewertungsstufen des CDP Das CDP nutzt vier Stufen, um die Reife eines Unternehmens zu bewerten: Offenlegung (D / D-): Wie vollständig ist die Berichterstattung? Bewusstsein (C / C-): Werden Themen und deren Bedeutung verstanden? Management (B / B-): Gibt es Nachweise für Maßnahmen, Prozesse und Überwachung? Führung (A / A-): Werden Best Practices und messbare Höchstleistungen erbracht? Ein „B“ ist ein Zeichen für einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand. Es signalisiert, dass das Unternehmen nicht nur Risiken erkennt, sondern aktiv Systeme betreibt, um diese zu steuern. Ein professioneller Prüfungsansatz für die Nachhaltigkeit Dies ist das zweite Jahr, in dem Mercer an das CDP berichtet. Die Ergebnisse spiegeln unsere konsequente Disziplin bei Umweltdaten und deren Dokumentation wider. Geleitet wird diese Arbeit intern von Janelle Salm (Controller of ESG). Durch ihren Hintergrund in der Finanzprüfung bringt sie eine revisionssichere Denkweise in die Nachhaltigkeitsberichterstattung ein. Janelle Salm, ESG-Controller bei Mercer International „Nachhaltigkeit ist heute eine Frage der Rechenschaftspflicht“, erklärt Salm. „Meine Aufgabe ist es sicherzustellen, dass unsere öffentlichen Angaben auf Fakten basieren und unsere Methoden solide sind.“ Warum dies wichtig ist Für Investoren, Kunden und Rating-Agenturen ist die entscheidende Frage: Versteht das Unternehmen seine wesentlichen Umweltrisiken und steuert es diese dauerhaft mit der nötigen Sorgfalt? In der Forstproduktbranche hängen Risiken eng mit der Betriebskontinuität und der Rohstoffsicherheit zusammen. Da Kunden immer strengere Anforderungen an die Lieferketten und den Klimaschutz stellen, benötigen sie von ihren Lieferanten nachvollziehbare und belastbare Informationen. Die Bewertung auf Management-Ebene gibt unseren Partnern die Sicherheit, dass unsere Berichte durch interne Kontrollmechanismen abgesichert sind. Diese Sorgfalt zeigt sich auch in anderen Bewertungen, mit denen Stakeholder die Qualität des Risikomanagements vergleichen. Dabei zählt vor allem die kontinuierliche Entwicklung: Eine dauerhafte Verbesserung über verschiedene Benchmarks hinweg ist das Ergebnis starker interner Prozesse, nicht einer einmaligen Berichterstattung. Systeme, Belege und Zusammenarbeit Eine „B“-Bewertung erzählt die Geschichte von funktionierenden Systemen und echten Belegen. Sie basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Produktion, Holzeinkauf, Technik, Finanzen und Nachhaltigkeitsteams. Sie ist kein Endpunkt und kein Anspruch auf die Marktführerschaft, sondern die Bestätigung, dass das Fundament steht: Kontrollen, Dokumentation und nützliche Informationen für fundierte Entscheidungen. Häufig gestellte Fragen (FAQs) Was ist das CDP? Das CDP ist ein weltweites System, über das Unternehmen ihre Umweltdaten (Klima, Wald, Wasser) nach einem einheitlichen Standard offenlegen. Was bedeutet eine CDP-Note von „B“? Ein „B“ steht für aktives Umweltmanagement. Das Unternehmen zeigt, dass es Prozesse und Maßnahmen hat, um seine Auswirkungen zu steuern. Es gilt jedoch noch nicht als „Vorreiter“ (Leadership). Misst die CDP-Note die tatsächliche Umweltbelastung? Nicht direkt. Bewertet werden die Vollständigkeit der Antworten und der Managementansatz. Es ist kein direktes Maß für den absoluten ökologischen Einfluss. Welches sind die vier Bewertungsstufen? Offenlegung (Disclosure), Bewusstsein (Awareness), Management und Führung (Leadership). Warum ist das CDP für Investoren wichtig? Es macht vergleichbar, wie professionell ein Unternehmen mit Umweltrisiken und deren Steuerung umgeht. Warum interessiert das die Kunden? Es hilft Kunden bei der Prüfung ihrer Lieferanten (Due Diligence), besonders im Hinblick auf Klimaziele und Transparenz in der Lieferkette.