August 29, 2025 / Alles, Featured, Gemeinden am Standort, Mercer Stendal, Mitarbeiter Wie Leidenschaft und Förderung Türen öffnen Mit „Simmi“ und Lötkolben zum Traumberuf Elektronikerin Manchmal führen Umwege zum Ziel, aber bei Susanne Finger scheint der Weg zur Elektronikerin fast vorgezeichnet gewesen zu sein – wenn man ihre Geschichte hört. Aufmerksam wurde die junge Frau auf Mercer Stendal, das Unternehmen, bei dem sie nun im ersten Lehrjahr zur Elektronikerin für Betriebstechnik ausgebildet wird, durch den Bruder einer Freundin. Was sie hörte, klang vielversprechend. Vom Lötkolben zur „Simmi“: Technikbegeisterung von Kindesbeinen an Doch Susannes Interesse an Technik ist keine plötzliche Eingebung. Schon früh begeisterte sie sich für typische „Jungs-Hobbies“, eine Leidenschaft, die durch ihren Vater, einen Kfz-Meister, maßgeblich gefördert wurde. Er ermutigte sie, mit Werkzeugen zu arbeiten, animierte sie zum Schrauben und Löten. So war es kaum verwunderlich, dass sie, wie in Sachsen-Anhalt üblich, bereits mit 15 Jahren ihren Mopedführerschein in der Tasche hatte und ihre geliebte „Simmi“ (Simson) nicht nur fuhr, sondern bei Bedarf auch selbst reparierte. Diese frühe Erfahrung mit Technik und praktischer Arbeit legte den Grundstein für ihren Berufswunsch. Ein entscheidender Moment war der Girls‘ Day 2024. Gemeinsam mit zwei Freundinnen nutzte Susanne die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von Mercer Stendal zu machen. Der Schnuppertag in der Ausbildungswerkstatt und der Werksrundgang in der „Zellstoffluft“ hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die freundliche und respektvolle Atmosphäre in der Werkstatt gefiel ihr auf Anhieb, und das Löten am Girls‘ Day Projekt traf genau ihren Nerv. „Es war aufregend und genau das, was ich immer wollte: handwerklich arbeiten, Materialien bearbeiten und etwas fertigstellen“, erinnert sich Susanne. Willkommen in der Zellstoffwelt: Erste Schritte bei Mercer Stendal Die ersten Monate ihrer Ausbildung bestätigen ihren positiven Eindruck. Susanne schätzt die spannenden Aufgaben, die von der Bearbeitung verschiedenster Materialien wie Holz bis hin zum filigranen Lötdraht reichen. Besonders gefällt ihr, dass sie die handwerklichen Grundlagen von Grund auf lernt und gleichzeitig die komplexen Zusammenhänge der Zellstoffproduktion versteht. Auch das Kollegium und ihre Teamkollegen haben Susanne herzlich aufgenommen. Sie fühlt sich nicht ausgeschlossen, weil sie eine junge Frau in einem männerdominierten Beruf ist. Im Gegenteil, die Kollegen der Fachabteilungen nutzen gerne die Gelegenheit, ihr Wissen zu vermitteln und unterstützen sie nach Kräften. Der Zusammenhalt im Team der Auszubildenden ist stark, und auch nach Feierabend werden gemeinsame Aktivitäten unternommen – ein gemeinsamer Motorradausflug zum Werk im Sommer ist bereits in Planung. Die größte Herausforderung zu Beginn ihrer Ausbildung war die kurzfristige Wohnungssuche in Stendal und die Einrichtung der eigenen vier Wände. Parallel absolvierte sie noch den Motorradführerschein für die 125er. Kurzzeitig kam das Gefühl auf, dass alles zu viel sei, aber auch hier stand ihr Vater mit Rat und Tat zur Seite. Für andere technikinteressierte Mädchen hat Susanne einen klaren Rat: „Macht das, worauf ihr Lust habt und lasst euch von nichts und niemandem aufhalten!“ Sie selbst lebt diese Devise vor. Zukunftspläne: Ausbildung, Karriere und ein größeres Motorrad Ihre Zukunftsvision ist klar: die Ausbildung erfolgreich abschließen und wertvolle Erfahrungen im Beruf der Elektronikerin für Betriebstechnik sammeln. Und auch privat hat sie ein Ziel vor Augen: die Anschaffung eines größeren Motorrades, um ihre Leidenschaft für das Motorradfahren, das für sie ein befreiendes Ventil ist, voll ausleben zu können. Susannes Geschichte zeigt, dass Leidenschaft und frühe Förderung den Weg in spannende Berufe ebnen können. Bei Mercer Stendal wird deutlich, wie wichtig es ist, Talente, unabhängig vom Geschlecht oder Alter, zu unterstützen und eine offene Wissensaustauschkultur untereinander zu fördern, von der alle profitieren.